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Autor: wamrhein

Spezialfonds „KINGSTONE Bezahlbares Wohnen Deutschland I“ ist ausplatziert

  • 150 Mio. Euro Eigenkapital eingeworben
  • Individualfonds für einen einzelnen institutionellen Investor
  • Nachfolgefonds ist in Vorbereitung

München, den 2. Oktober 2025 – Der Investmentmanager KINGSTONE Real Estate (KINGSTONE RE) hat seinen offenen Immobilien-Spezialfonds „KINGSTONE Bezahlbares Wohnen Deutschland I“ voll platziert. Insgesamt hat KINGSTONE RE für den Fonds Eigenkapital in Höhe von 150 Mio. Euro eingeworben. Das Kapital für das Individualmandat stammt von einem einzelnen institutionellen Investor. Bei einem geplanten Fremdkapitalanteil von 50% beläuft sich das Gesamtinvestitionsvolumen des Fonds auf rund 300 Mio. Euro. Die HANSAINVEST Hanseatische Investment-Gesellschaft fungiert als Service-KVG für den Fonds. KINGSTONE RE bereitet bereits einen Nachfolgefonds im Segment bezahlbares Wohnen vor.

Dr. Tim Schomberg, CEO und Co-Founder von KINGSTONE RE, kommentiert: „Für uns als Investmentboutique ist es ein starkes Vertrauenssignal, dass sich ein institutioneller Anleger entschieden hat, mit uns und unseren Spezialisten im Bereich des bezahlbaren Wohnens ein solches Investitionsvolumen umzusetzen. Auf Wunsch dieses Investors haben wir das Vehikel als Individualfonds strukturiert. Die anhaltende Nachfrage werden wir perspektivisch mit einem Nachfolgefonds adressieren, der das Thema bezahlbares und gefördertes Wohnen in Deutschland in noch größerem Umfang und mit zusätzlichen inhaltlichen Schwerpunkten aufgreifen wird.“

Das verfügbare Investitionsvolumen des Spezialfonds „KINGSTONE Bezahlbares Wohnen Deutschland I“ von rund 300 Mio. Euro ist mit rund einem Drittel bereits in beurkundeten Kaufverträgen für Projekte in Mannheim, Nürnberg, Fürth und Weil am Rhein gebunden. Nach Fertigstellung werden an diesen begehrten Standorten mehr als 200 bezahlbare Wohneinheiten entstanden sein.

Ansgar Pape, Geschäftsführer von KINGSTONE Residential Investments sagt: „Wir befinden uns bereits in exklusiven Due-Diligence-Verhandlungen sowie in detaillierten Ankaufsprüfungen für eine Reihe weiterer attraktiver Wohnprojekte in Deutschland. Diese vielversprechende Pipeline verdeutlicht nicht nur die hohe Nachfrage nach bezahlbarem und gefördertem Wohnraum, sondern auch den ausgezeichneten Marktzugang und die tiefgehende Expertise unseres Teams. Aufbauend auf diesem positiven Fortschritt sind wir überzeugt, das verbleibende Investitionskapital unseres ersten Fonds in absehbarer Zeit vollständig und zielgerichtet zu platzieren – und damit einen weiteren Beitrag zur Schaffung dringend benötigten Wohnraums zu leisten.“

Simon Lieb, ebenfalls Geschäftsführer von KINGSTONE Residential Investments, ergänzt: „Parallel bereiten wir bereits den Nachfolgefonds vor und führen erste Gespräche zur Anbindung eines attraktiven Startportfolios. Neben bezahlbarem Wohnraum für Familien, Senioren und Singles wollen wir künftig – gestützt auf das neue Förderprogramm ‚Junges Wohnen‘ – auch preisgünstigen Wohnraum für Studierende und Auszubildende integrieren. Damit erweitern wir das Wirkungsspektrum unseres Ansatzes und tragen noch gezielter zur Schaffung passgenauer Wohnangebote in unterschiedlichen Lebensphasen bei.“

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Hinweis Bildrechte

Die Nutzung der übersandten Fotos ist nur im Rahmen der Berichterstattung über KINGSTONE RE gestattet. Bitte geben Sie folgende Quelle an: KINGSTONE RE. Eine Bearbeitung der Fotos darf nur im Rahmen einer normalen Bildbearbeitung erfolgen.

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Über KINGSTONE Real Estate

KINGSTONE Real Estate ist ein unabhängiger, familiengeführter Investment Manager mit Sitz in München und spezialisiert auf Immobilieninvestments in der DACH-Region, in Polen sowie den Benelux-Staaten. Wir verwalten einen Immobilienbestand in Höhe von rd. 1 Mrd. EUR.
Unser Fokus liegt auf der Strukturierung und dem Management maßgeschneiderter Investmentlösungen. Das Leistungsspektrum erstreckt sich von der Transaktion über das Asset Management bis zur Projektentwicklung und richtet sich an institutionelle und private Investoren – darunter u.a. Versicherungen, Altersversorgungseinrichtungen, Banken, Stiftungen und Family Offices.
Als unternehmerisch geprägtes Haus legen wir besonderen Wert auf Qualität, Transparenz und eine vertrauensvolle, langfristige Partnerschaft mit unseren Geschäftspartnern.

KINGSTONE Real Estate verstärkt Aktivitäten in Polen und baut lokales Team aus

  • Pawel Sobolewski ist Managing Director KINGSTONE RE Poland, Magdalena Ruta ist Head of Asset Management Polen.
  • Polen gilt als einer der dynamischsten Immobilienmärkte Europas.

München/Warschau, den 18. September 2025 – KINGSTONE Real Estate intensiviert seine Aktivitäten in Polen und reagiert damit auf die wachsende Bedeutung des Landes als einer der dynamischsten Immobilienmärkte Europas. Im Zuge dessen verstärkt das Unternehmen sein lokales Team mit Pawel Sobolewski als Managing Director KINGSTONE RE Poland und Magdalena Ruta als Head of Asset Management Polen.

Pawel Sobolewski ist seit 2023 Head of Fund Management bei KINGSTONE Real Estate in Deutschland und wird neben dieser Position als Managing Director KINGSTONE RE Poland eine zentrale Rolle im Ausbau des polnischen Geschäfts übernehmen. Er bringt umfassende Expertise in den Bereichen Fund Management, Akquisition, Investment-Strukturierung und Finanzierung mit. Magdalena Ruta übernimmt die Rolle des Head of Asset Management Polen. Durch ihre langjährige Erfahrung bei internationalen Investmenthäusern verfügt sie über eine fundierte Kenntnis über den polnischen Immobilieninvestmentmarkt sowie ein starkes lokales Netzwerk.

Polen zählt zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften in der Europäischen Union. Nach einer Phase kontinuierlichen Wachstums in den vergangenen Jahren werden auch für die kommenden zehn Jahre positive wirtschaftliche Entwicklungen erwartet. Internationale Unternehmen betrachten das Land zunehmend als strategischen Standort für Expansionsvorhaben, insbesondere in den Bereichen Logistik sowie Forschung und Entwicklung. Davon profitieren direkt sowohl der Logistik- als auch der Büromarkt, wodurch sich Polen immer stärker als regionaler Standort sowie für Hauptniederlassungen etabliert.

Auf dem polnischen Wohnungsmarkt ist ein grundlegender Wandel erkennbar: Während Eigentum lange dominierte, steigt die Nachfrage nach Mietwohnungen, insbesondere auf dem privaten Mietwohnungsmarkt. Das institutionelle Angebot ist bislang noch gering, wodurch sich für Investoren interessante Möglichkeiten ergeben.

Pawel Sobolewski sagt: „Polen gehört aktuell zu den spannendsten Märkten in Europa – getragen von starkem Wirtschaftswachstum, einer jungen Bevölkerung und einem dynamischen Immobiliensektor. Gleichzeitig kann der Markt für Außenstehende sehr komplex und undurchsichtig wirken. Mit unserem Team vor Ort setzen wir hier an und eröffnen Investoren durch die örtliche Expertise und direkten Marktzugang attraktive Opportunitäten. Darüber hinaus verfügen wir als europaweit agierendes Unternehmen mit deutscher Struktur über tiefes institutionelles Know-how. So stellen wir sicher, dass internationale Standards in Reporting, Strukturierung und Asset Management gewährleistet sind.“

Philipp Schomberg, Executive Partner und Mitgründer von KINGSTONE Real Estate, sagt: „Wir arbeiten in Polen bereits mit vielen internationalen Investoren zusammen und verbinden dabei lokale Präsenz und institutionelle Professionalität. Das Interesse insbesondere ausländischer Investoren wächst weiter. Mit unserem erweiterten Team sind wir bestens aufgestellt, um diese Nachfrage zu bedienen.“

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Hinweis Bildrechte

Die Nutzung der übersandten Fotos ist nur im Rahmen der Berichterstattung über KINGSTONE RE gestattet. Bitte geben Sie folgende Quelle an: KINGSTONE RE. Eine Bearbeitung der Fotos darf nur im Rahmen einer normalen Bildbearbeitung erfolgen.

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Über KINGSTONE Real Estate

KINGSTONE Real Estate ist ein unabhängiger, familiengeführter Investment Manager mit Sitz in München und spezialisiert auf Immobilieninvestments in der DACH-Region, in Polen sowie den Benelux-Staaten. Wir verwalten einen Immobilienbestand in Höhe von rd. 1 Mrd. EUR.
Unser Fokus liegt auf der Strukturierung und dem Management maßgeschneiderter Investmentlösungen. Das Leistungsspektrum erstreckt sich von der Transaktion über das Asset Management bis zur Projektentwicklung und richtet sich an institutionelle und private Investoren – darunter u.a. Versicherungen, Altersversorgungseinrichtungen, Banken, Stiftungen und Family Offices.
Als unternehmerisch geprägtes Haus legen wir besonderen Wert auf Qualität, Transparenz und eine vertrauensvolle, langfristige Partnerschaft mit unseren Geschäftspartnern.

KINGSTONE RE und Fiera Real Estate eröffnen deutschen institutionellen Anlegern den Zugang zum kanadischen Immobilienmarkt

München, 31. Juli 2025  – Der in München ansässige Investment Manager KINGSTONE Real Estate (KINGSTONE RE) und Fiera Real Estate, eine Tochtergesellschaft der Fiera Capital Corporation (“Fiera Capital”) (TSX: FSZ), ein global tätiger Asset Manager mit Sitz in Montreal (Kanada), gehen eine Kooperation ein. Das Ziel ist, deutschen Investoren den Zugang zum kanadischen Immobilienmarkt zu eröffnen. KINGSTONE RE wird dabei den Vertrieb an deutsche Investoren und deren Betreuung übernehmen. Im Fokus stehen u.a. Altersversorgungseinrichtungen und Versicherungen. Diese können sich über eine in Luxemburg noch aufzulegende Struktur an Zielinvestments von Fiera Real Estate beteiligen.

Fiera Real Estate verwaltetet ein Immobilienvermögen von rund 11,6 Mrd. CAD. (Stand 31.03.2025). Die gesamten AuM der Gruppe Fiera Capital belaufen sich weltweit auf 161,6 Mrd. CAD (31.03.2025). Das Unternehmen beschäftigt mehr als 800 Mitarbeiter.

Das erste Zielinvestment ist der rund 5,0 Mrd. CAD schwere offene Fiera Real Estate CORE Fonds mit Fokus auf Logistik-, Wohn-, Büro und Einzelhandelsimmobilien. Künftig sollen zusätzliche kanadische Investmentstrategien von Fiera Real Estate beigemischt werden können.

Dr. Tim Schomberg, CEO und Gründer von KINGSTONE RE, kommentiert: „Die Kooperation mit einem großen und etablierten Partner wie Fiera Real Estate ist ein wichtiger Meilenstein für uns als international tätiges Unternehmen. Sie vereint unsere europäische Strukturierungs- und Vertriebskompetenz und das kanadische Markt- und Immobilien-Know-how von Fiera Real Estate.“

Wenzel Hoberg, Global Head of Real Estate bei Fiera Real Estate, sagt: „Kanada gilt als einer der stabilsten und attraktivsten Immobilienmärkte der Welt, gestützt durch eine starke Demografie, ein prognostizierbares regulatorisches Umfeld und politische Stabilität. Toronto und Vancouver zählen weiterhin zu den Städten mit den höchsten Bevölkerungswachstumsraten in Nordamerika, was die langfristige Nachfrage in allen wichtigen Anlageklassen ankurbelt. Durch die Partnerschaft mit KINGSTONE RE eröffnen wir deutschen Investoren den Marktzugang durch unsere bewährten kanadischen Strategien.“

Friedrich von Carlowitz, Geschäftsführer der KINGSTONE Capital Advisory GmbH und verantwortlich für die Eigenkapitaleinwerbung, ergänzt: „Neben vielen makroökonomischen Argumenten, die eindeutig für Kanada sprechen, hat uns auch Fiera Real Estate als Unternehmen mit einem sehr guten Track Record überzeugt. Der Fiera Real Estate CORE Fonds hat den Index MSCI/REALPAC Canada Quarterly Property Fund Index in 40 von 46 Quartalen (Stand 31. März 2025) übertroffen – insbesondere durch stabile Mieteinnahmen und aktives Asset Management.“

Alain Meyer, Managing Director, Head of DACH bei Fiera Capital, fügt hinzu: “Wir freuen uns sehr, dass wir über diese Kooperation mit KINGSTONE RE deutschen Investoren Zugang zu unseren kanadischen Immobilienmarktstrategien bieten können. Die Investorennachfrage nach resilienten, cashflow-generierenden Immobilien bleibt hoch. Unser aussagekräftiger Track Record in den stabilsten Segmenten des kanadischen Immobilienmarktes – insbesondere Logistik, Wohnen und Büro – prädestiniert uns, diese Nachfrage zu bedienen. KINGSTONE RE mit seiner starken Position und seinem tiefen Verständnis für den deutschen institutionellen Immobilienmarkt ist für uns der passende Partner.“

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Über KINGSTONE Real Estate

KINGSTONE Real Estate ist ein unabhängiger, familiengeführter Investment Manager mit Hauptsitz in München und spezialisiert auf Immobilieninvestments in der DACH-Region, in Polen sowie den Benelux-Staaten. Mit unseren lokalen Teams verwalten wir einen Immobilienbestand in Höhe von rd. 1 Mrd. EUR.

Unser Fokus liegt auf der Strukturierung und dem Management maßgeschneiderter Investmentlösungen. Das Leistungsspektrum erstreckt sich von der Transaktion über das Asset Management bis zur Projektentwicklung und richtet sich an institutionelle und private Investoren – darunter u.a. Versicherungen, Altersversorgungseinrichtungen, Banken, Stiftungen und Family Offices.
Als unternehmerisch geprägtes Haus legen wir besonderen Wert auf Qualität, Transparenz und eine vertrauensvolle, langfristige Partnerschaft mit unseren Geschäftspartnern.

Mehr Informationen unter: www.kingstone-re.com

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Über Fiera Capital Corporation

Fiera Real Estate ist eine führende unabhängige Investment-Management-Gesellschaft mit wachsender globaler Präsenz. Das Unternehmen bietet maßgeschneiderte und Multi-Asset-Lösungen über Assetklassen der öffentlichen und privaten Märkte hinweg für institutionelle und Private-Wealth-Kunden sowie Finanzintermediäre in Nordamerika, Europa sowie in Schlüsselmärkten in Asien und dem Nahen Osten. Die umfassende Expertise von Fiera Capital, ihre diversifizierte Investmentplattform und das Engagement für exzellenten Kundenservice sind zentrale Bestandteile ihrer Mission, um nachhaltige Vermögenswerte für ihre Kunden zu schaffen. Fiera Capital ist unter dem Börsenkürzel FSZ an der Toronto Stock Exchange gelistet.

Mit Hauptsitz in Montreal unterhält das Unternehmen zusammen mit seinen Untergesellschaften in verschiedenen Rechtsräumen Büros in über einem Dutzend Städten weltweit, darunter New York (USA), London (UK), Hongkong (Sonderverwaltungsregion) und Abu Dhabi (ADGM).

Jede Untergesellschaft von Fiera Capital bietet Investmentberatung, Investmentmanagement oder Investmentfonds nur in denjenigen Rechtsordnungen an, in denen sie gemäß geltender Registrierung, einer Ausnahmeregelung davon und/oder einer registrierten oder davon befreiten Produktzulassung dazu berechtigt ist.

Fiera Capital bietet keine Anlageberatung für Kunden in den USA an und erbringt in den USA keine Beratungsdienstleistungen. In den Vereinigten Staaten werden Asset-Management-Services von Affiliates von Fiera Capital erbracht, die bei der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC registrierte oder von der Registrierung befreite Investmentberater sind. Eine Registrierung bei der SEC impliziert kein bestimmtes Qualifikations- oder Ausbildungsniveau. Weitere Informationen zu Registrierungen oder geltenden Ausnahmeregelungen einzelner Fiera Capital-Einheiten finden Sie unter: https://www.fieracapital.com/en/registrations-and-exemptions

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Über Fiera Real Estate

Fiera Real Estate ist ein führendes Investment-Management-Unternehmen mit Büros in Nordamerika und Europa und einem Team von über 100 Mitarbeitenden. Zum 31. März 2025 verwaltete das Unternehmen über verschiedene Fonds und Mandate hinweg weltweit ein Gewerbeimmobilienvermögen von rund 11,6 Milliarden CAD. Die hohe Diversität des Portfolios – sowohl geografisch als auch hinsichtlich der Asset-Klassen – kombiniert mit einer Bandbreite hochwertiger Strategien bietet Anlegern die Möglichkeit, ihre Investitionen zu diversifizieren und innerhalb der Anlageklasse Immobilien individuell zu gestalten.

Fiera Real Estate ist ein vollständig im Besitz von Fiera Capital Corporation befindliches Tochterunternehmen. Fiera Capital ist ein führendes globales Investment-Management-Unternehmen mit über 161,6 Milliarden CAD Assets under Management (Stand: 31. März 2025).
Die in Pressemitteilungen und Unternehmensnachrichten enthaltenen Informationen sind zum angegebenen Datum gültig. Sie sollten nicht davon ausgehen, dass Aussagen nach diesem Datum weiterhin zutreffend oder gültig sind.

KINGSTONE Real Estate beruft Harald Kraus in den Beirat

Der in München ansässige Investment Manager KINGSTONE Real Estate erweitert seinen Beirat ab 1. Juli 2025 um Harald Kraus, langjähriges Vorstandsmitglied der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling. Er wird im Beirat für das Segment „Kreditinstitute und Finanzdienstleister“ zuständig sein.

Kraus verfügt über mehr als vier Jahrzehnte Erfahrung im Banken- und Finanzwesen. Seit Juli 2014 verantwortet er als Vorstandsmitglied der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling den gesamten gewerblichen Kreditbereich, das internationale Geschäft und als Handelsvorstand den Eigenhandel sowie die strategische Ausrichtung und ertragsmäßige Optimierung der Eigenanlagen der Bank in den verschiedenen Assetklassen. Zum 30. Juni 2025 trat Herr Kraus planmäßig in den Ruhestand und wird künftig als selbstständiger Berater tätig sein. Darüber hinaus war Harald Kraus lange Jahre unter anderem Aufsichtsratsmitglied bei der Bayerischen Landesbrandversicherung AG, dem Bayerischen Versicherungsverband sowie der Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises Rosenheim.

„Wir freuen uns, mit Harald Kraus eine profilierte Persönlichkeit aus dem Bankensektor sowie einen langjährigen Geschäftspartner unseres Hauses in unseren Beirat zu berufen. Seine umfangreiche Expertise hinsichtlich der Interessen institutioneller Investoren sowie der Anforderungen an Immobilienfinanzierungen im volatilen Marktumfeld wird das Expertengremium um wertvolle Impulse bereichern“, sagt Dr. Tim Schomberg, CEO & Mit-Gründer von KINGSTONE Real Estate.

Harald Kraus dazu: „Zwischen meinen Stationen bei verschiedenen Sparkassen im süddeutschen Raum war ich knapp neun Jahre auf Führungsebene bei Bio-Gate AG, einem Gesundheitstechnologie-Unternehmen, tätig. Unter anderem habe ich als CFO den Börsengang des Unternehmens vorbereitet und durchgeführt. Daher freue ich mich besonders, nun als Beiratsmitglied bei KINGSTONE Real Estate meine Erfahrungen und Sichtweisen beider Seiten – Bank und Unternehmen – einbringen zu können.“

Mehr als 20 Regionalbanken, vor allem Sparkassen und Genossenschaftsbanken, zählen bereits zu den Investoren und Geschäftspartnern von KINGSTONE Real Estate. Unter anderem strukturiert und verwaltet der Investment Manager Eigenanlagen der Bankenpartner im Immobilienbereich. Mit der Berufung von Harald Kraus stärkt das Unternehmen seine strategische Ausrichtung in diesem Kernsegment.

Construction industry as a problem child of the German economy – times without a turnaround?

Introduction 

Our junior analyst Amelie Feye has analysed the current situation in the German construction industry. The focus is on economic development, structural stress factors and political measures to stabilise residential construction. The evaluation provides a well-founded inventory and shows which adjusting screws could be relevant for a possible trend reversal.

Economy: Short recovery, no turnaround

In the first quarter of 2025, GDP increased slightly by +0.4% – fuelled by one-off pull-forward effects in foreign trade. As the year progresses, however, the momentum flattens out: industry, consumption and construction remain under pressure. For the year as a whole, economic institutes expect a meagre +0.3%, and a noticeable recovery is not expected until 2026.

 

From economic anchor to structural weak point

For years, the construction industry was a reliable stabiliser of the economy. Until 2019, construction investment and GDP developed largely synchronously – economic fluctuations were reflected in both variables without fundamentally decoupling from each other.

However, with the pandemic-related slump in economic output in 2020, a new dynamic set in: while GDP fell significantly, construction activity remained stable. Low interest rates, government support programs and continued high demand for residential construction even led to an increase in construction investment.

From 2021 onwards, the ratio was reversed: GDP recovered and settled at a stagnating level, while construction investment, on the other hand, declined noticeably from 2022 onwards. This opposite development points to an increasing structural weakness in the industry.

In the first quarter of 2025, there was a slight increase in construction investment of 0.5% on the previous quarter, but the year-on-year decline remains of –1.0%. In addition, there is a clear spread within the industry: While civil engineering is stabilized by public investment, residential construction in particular is coming under increasing pressure.

„50% less construction costs are just as ambitious as Klara Geywitz’s 400,000 apartments once were. Verena Hubertz relies on speed and standardization – whether the construction turbo ignites will be seen in practice.“

Amelie Feye
Junior Analyst (KINGSTONE Real Estate)

Demolition for permits, traffic jam for completions

Between 2021 and 2024, the number of building permits fell from around 380,000 to just 216,000 – a decline of 43% in three years. Although initial figures for 2025 indicate a possible bottoming out (+3.7% by April), the increase mainly affects single-family homes; there is stagnation in the important construction of apartment buildings.

The number of completions follows with a delay: in 2024, only 251,000 apartments were completed – a minus of 14%. The so-called construction backlog – approved but not realised – remains at a high level of around 760,000 units. Declines are not an expression of higher construction activity, but the result of project tasks and expired permits. In 2024 alone, around 29,000 permits expired.

The figures show that the problems in residential construction do not only start with planning – they are exacerbated in implementation. The structural barriers range from costs to a shortage of skilled workers to lengthy processes along the entire value chain.

The inertia of the system: What slows down construction projects today

Residential construction is under massive cost pressure: construction prices have risen by over 35% since 2020 – driven by material and energy price increases as well as higher wages. Although the momentum has weakened somewhat, the high price level remains. At the same time, financing costs have multiplied: construction interest rates are now 3.5–4% – after in some cases below 1% by 2021. This means that many projects are no longer profitable, especially not for institutional investors with clear return targets.

To make matters worse, the average construction time has risen from 20 to 26 months – as a result of persistent shortages of skilled workers and structural frictions. The result: a growing gap between approved and implemented projects.

The demand is unbroken: According to the BBSR, around 320,000 apartments would have to be built annually. But this goal is not even close to being achieved. For 2025, the ifo Institute expects only around 205,000 completions – and the trend is still falling. The situation is particularly tense in growth regions and increasingly also in medium-sized centres such as Erfurt or Rostock. At the same time, there are selective overhangs – for example in parts of Kassel or Saarbrücken. Without differentiated city scoring and precise allocation, there is a risk of a structurally dysfunctional housing policy.

Looking at Europe: Germany under particular pressure

The number of housing completions is falling in almost all European countries – especially sharply in countries with high construction costs and higher interest rates. According to EUROCONSTRUCT, Germany is at the bottom of the list with -30%, only Finland, Sweden and Denmark recorded even stronger slumps. While markets such as the UK (–13%) and France (–17%) are getting off comparatively lightly and in some cases expect a recovery from 2026, Germany remains the problem child, according to the ifo Institute: By 2027, there is a threat of a decline in completions of –44% to just 165,000 units. A trend reversal is not in sight.

Housing shortage meets boom in demand – conurbations under pressure

In high-growth cities, persistently high demand meets too little new construction – especially in the lower and middle price segments. As a result, asking rents in large cities have risen by almost 50% in ten years, and in Berlin even more than twice as high. Nationwide, the basic rent burden is Ø 28%, in many cities over 40%. Affordable housing is becoming a scarce resource – and a political focal point.

Planning in a hurry: The new course of construction policy

With the “construction turbo”, the federal government wants to accelerate housing construction: In the future, approvals will be possible in a maximum of two months – through simplified procedures and deviations from planning law. According to the Ministry of Construction, up to 2.5 billion euros could be saved, especially in administrative costs. The principle: “Faster construction is cheaper construction.”

Construction Minister Verena Hubertz has formulated a clear, ambitious goal: to reduce construction costs by up to 50%. To this end, it relies on serial and modular construction methods, the functional building type E and the new Hamburg Standard, which is intended to save up to €2,000/m² through the waiver of standards and simplified processes – without sacrificing safety or comfort.

Hubertz will have to be measured by this figure – a situation reminiscent of her predecessor Klara Geywitz : She had made headlines with the goal of 400,000 new apartments per year – and ultimately failed due to the reality of the market. The new attempt is no less ambitious, and expectations are correspondingly high.

The package is flanked by the increased use of heritable building rights to curb land costs and secure municipal land reserves. Despite a slight drop in land prices, many owners remain with inflated price expectations – a hurdle that can hardly be overcome without structural intervention.

For the first time, there are now also concrete financial commitments: 11 billion euros in subsidies are available – including 3.5 billion (2025) and 4 billion (2026) for social housing, as well as 1.75 billion each for the “Climate-friendly New Construction” programme. Whether this is enough depends largely on how quickly and effectively these funds can be transferred to structural implementation.

Final Reflection & Outlook

The housing shortage continues to worsen – especially in metropolitan areas with high demand and too little new construction. Affordable housing has become a social issue – and the political pressure to act is growing.

With the 11 billion euro package, the German government has sent a signal. But in a European comparison, it remains manageable: Great Britain, for example, mobilizes many times more resources. It remains questionable whether serial construction methods, building type E and heritable building rights will actually lead to the hoped-for cost reductions – because central drivers such as land prices, a shortage of skilled workers and excessive regulation continue to exist.

Important impulses – such as tax incentives, better depreciation regulations or interest subsidies – have so far been missing. Without these levers, investment momentum will fail to materialize. The first effects could become apparent from 2026 onwards – provided that programmes take effect, approvals accelerate and local actors follow suit. In the long term, more is needed than subsidies: namely, political reliability, regulatory simplification and the firm will to make housing affordable again – as an economic foundation and social obligation at the same time.

KINGSTONE Real Estate kauft Büroimmobilie in München-Neuhausen

  • Gewerbeimmobilie in zentraler Münchener Lage auf der Nymphenburger Straße mit ESG-Optimierungspotenzial
  • Verkäufer ist ein privater Investor
  • Gesamtmietfläche von rund 3.000 Quadratmetern
  • Neben namhaften Büromietern haben zwei Restaurants Gastronomieflächen angemietet

München, den 30. Juni 2025 – Der Investmentmanager KINGSTONE Real Estate (KINGSTONE RE) hat zusammen mit Private Wealth-Investoren eine Gewerbeimmobilie in München-Neuhausen, Nymphenburger Straße 70, erworben. Die Gesamtfläche von zirka 3.000 Quadratmetern wird überwiegend von namhaften Büromietern genutzt. Darüber hinaus befinden sich zwei Restaurants im Objekt. Verkäufer ist ein privater Investor. Der Kaufpreis liegt im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Das Gebäude befindet sich direkt an der U-Bahn-Station Maillingerstraße, der Münchener Hauptbahnhof ist mit dem ÖPNV in wenigen Minuten zu erreichen. Die im Jahr 1973 errichtete Gewerbeimmobilie soll in den nächsten Jahren umfassend energetisch saniert werden.

Michael Sacher, Managing Partner der Value-Add Tochtergesellschaft KINGSTONE RE Opportunity, sagt: „Mit dem Ankauf übernehmen wir das Asset Management für eine Bestandsimmobilie, für die wir großes ESG-Optimierungspotenzial sehen. Die Lage im beliebten Stadtteil Neuhausen, die hervorragende Anbindung an den ÖPNV sowie die stabile Mieterstruktur bieten ein solides Fundament, um gemeinsam mit unseren Investoren einen Mehrwert zu schaffen. In den nächsten Jahren soll das Objekt saniert werden, um es in Einklang mit unseren ESG-Anforderungen zu bringen.“

Friedrich von Carlowitz, Geschäftsführer der Tochtergesellschaft KINGSTONE Capital Advisory, ergänzt: „Wir sehen großes Interesse und rege Nachfrage seitens Private-Wealth-Investoren sowie Family Offices für Investment-Opportunitäten im Value-Add-Segment. Entsprechend freuen wir uns sehr über das Vertrauen der Investoren in unsere Asset-Management-Kompetenz und über die Erweiterung unseres Portfolios um eine Gewerbeimmobilie mit der Hauptnutzung ‚Büro‘. Gerade in Top-Lagen von A-Städten werden moderne Büroflächen weiter nachgefragt.“

Die Due Diligence wurde von den Kanzleien Vesthaus (Hamburg) und RSM Ebner Stolz (Hamburg) begleitet. REAL ASSET Projektentwicklung Immobilienmanagement GmbH aus München agiert als Service Developer.

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Über KINGSTONE Real Estate

KINGSTONE Real Estate ist ein unabhängiger, familiengeführter Investment Manager mit Hauptsitz in München und spezialisiert auf Immobilieninvestments in der DACH-Region, in Polen sowie den Benelux-Staaten. Mit unseren lokalen Teams verwalten wir einen Immobilienbestand in Höhe von rd. 1 Mrd. EUR.

Unser Fokus liegt auf der Strukturierung und dem Management maßgeschneiderter Investmentlösungen. Das Leistungsspektrum erstreckt sich von der Transaktion über das Asset Management bis zur Projektentwicklung und richtet sich an institutionelle und private Investoren – darunter u.a. Versicherungen, Altersversorgungseinrichtungen, Banken, Stiftungen und Family Offices.
Als unternehmerisch geprägtes Haus legen wir besonderen Wert auf Qualität, Transparenz und eine vertrauensvolle, langfristige Partnerschaft mit unseren Geschäftspartnern.

„Buy in May“? – Psychologische Fallstricke und reale Chancen am Wohnungsmarkt

Der Monat „Mai“ als Prüfstein für Immobilieninvestoren

Jedes Frühjahr geistert sie wieder durch die Finanzwelt: die Börsenweisheit „Sell in May and go away – and come back on St. Leger’s Day“. Ursprünglich aus dem angelsächsischen Raum stammend, geht sie auf ein saisonales Phänomen zurück: Wohlhabende britische Investoren verließen im Mai die Stadt, zogen sich in ihre Sommerresidenzen zurück – und mit ihnen ebbte auch die Handelsaktivität an den Börsen ab. Erst im September, pünktlich zum traditionsreichen Pferderennen in Doncaster, kehrten sie zurück – und mit ihnen frisches Kapital.

Doch kann man diese Kapitalmarktlogik auf den Immobilienmarkt übertragen? In einer Zeit, in der Schlagzeilen zwischen Zinswende, Wohnungsnot und Transaktionsflaute changieren, stellt sich die Frage: Gilt heute vielleicht eher ein „Buy in May“?

Nach zahlreichen Quartalen rückläufiger Preise und stagnierender Aktivität mehren sich die Anzeichen für eine Bodenbildung. Die Bewertung vieler Wohnimmobilien wirkt wieder deutlich realistischer. Erste Transaktionsdaten zeigen zaghaft steigende Volumina. Zugleich bleibt die Unsicherheit hoch: Wie nachhaltig ist dieser Trend? Wie stark wirkt Psychologie auf Timing-Entscheidungen? Und was sagen aktuelle Stimmungsindikatoren wirklich aus?

Zeit für einen Realitätscheck zwischen Stimmungsumschwung und fundamentaler Bewertung – und für eine kritische Auseinandersetzung mit den psychologischen Fallstricken auf dem Weg zur nächsten Investmententscheidung.

Wohnklima vs. Wirtschaftsstimmung – Die Schere der Indikatoren als Signalgeber?

Das Wohnklima-Barometer von bulwiengesa und Deutsche Hypo weist traditionell eine enge Korrelation mit dem ifo-Geschäftsklimaindex auf. Beide Indikatoren gelten als relevante Frühwarnsysteme für Investitionsverhalten und Preisentwicklungen. Seit Anfang 2024 jedoch zeigen sich signifikante Abweichungen zwischen den beiden Indizes. Während das ifo-Geschäftsklima auf niedrigem Niveau verharrt und die deutsche Gesamtwirtschaft tendenziell von Unsicherheit, verhaltenem Konsum und Investitionszurückhaltung geprägt ist, notiert das Wohnklima deutlich höher. Diese Auseinanderentwicklung lässt sich nicht primär durch kurzfristige konjunkturelle Impulse erklären, sondern verweist auf strukturelle Knappheitserwartungen, die zunehmend preisbildend wirken könnten.

Hintergrund ist die stark rückläufige Bautätigkeit: 2023 wurden bundesweit rund 294.000 Wohnungen fertiggestellt – 2024 sogar nur noch 252.000 Einheiten. Damit liegt die Neubautätigkeit deutlich unter dem vom BBSR (Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung) identifizierten strukturellen Bedarf von rund 320.000 Wohnungen jährlich. In Verbindung mit steigenden Baukosten, regulatorischen Unsicherheiten und Finanzierungshürden ergibt sich ein Angebotsengpass, der trotz gesamtwirtschaftlicher Schwäche die mittelfristige Ertragserwartung im Wohnsegment stabilisiert – insbesondere in nachfragestarken Teilmärkten.

Der Deutsche Immobilienaktienindex (DIMAX), der traditionell stark von börsennotierten Wohnungsbestandshaltern geprägt ist, zeigt derzeit zwar eine gewisse Stabilisierung, spiegelt jedoch das jüngst deutlich gestiegene Wohnklima nicht in vergleichbarem Maße wider. Vielmehr lässt sich eine anhaltende Marktzurückhaltung erkennen, die mit der bekannten saisonalen Börsenweisheit „Sell in May“ korrespondiert.

Diese Diskrepanz lässt sich auch behavioral-ökonomisch einordnen: Sowohl die Prospect Theory als auch der Dispositionseffekt, zentrale Konzepte der Behavioral-Finance-Theorie, liefern Erklärungsansätze dafür, weshalb eine strukturell begründbare Aufhellung der Brutto-Cashflow-Erwartungen bislang nur verhalten in der Kursentwicklung abgebildet wird. Gemäß der Prospect Theory bewerten Marktteilnehmer ihre Umwelt relativ zu einem mentalen Referenzpunkt. Nach deutlichen Kursverlusten – wie sie im Zuge des Zinsschocks zu beobachten waren – bleibt dieser Referenzpunkt oftmals negativ gefärbt. Selbst objektive Verbesserungen werden dann verzerrt wahrgenommen oder untergewichtet, ein klassischer Framing-Effekt. Der Dispositionseffekt verstärkt dies zusätzlich: Verluste werden ausgesessen, Gewinner zu früh realisiert – was den Repricing-Prozess verlangsamt. In Summe führen diese kognitiven Verzerrungen zu einer asymmetrischen Reaktion auf neue Informationen – die strukturell steigenden Brutto-Mieterträge werden somit durch die psychologische Verarbeitung vergangener Verluste überlagert.

„Buy in May“ – Frühjahrssignale im Spiegel des Anlegerverhaltens

Die Erklärung der bisherigen Marktträgheit anhand verhaltensökonomischer Effekte – wie Prospect Theory oder Dispositionseffekt – ist weiterhin nachvollziehbar. Für Investitionsentscheidungen im Jahr 2025 gewinnen jedoch wieder stärker fundamentale Rahmenbedingungen an Bedeutung: Knappheiten, stabile Finanzierungskosten und erste Signale einer Neubewertung am Markt.

Ein zentrales Element ist das langfristige Zinsniveau, das nach dem Zinsschock eine neue Normalität erreicht hat. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am 5. Juni 2025 den Einlagenzinssatz um 25 Basispunkte auf 2,0% gesenkt – ein Schritt, der laut Marktbeobachtern weitgehend dem gleichgewichtigen, neutralen Zinsniveau entspricht. Entscheidender für Immobilieninvestoren ist jedoch: Die für langfristige Finanzierungen relevanten Kapitalmarktzinsen haben sich bereits seit mehreren Quartalen auf einem stabilen Plateau eingependelt. In Verbindung mit angepassten Preisniveaus eröffnet dies wieder kalkulierbare Investitionsspielräume.

Tatsächlich zeigen die Daten des vdp-Immobilienpreisindex erste Anzeichen einer Trendwende: Zwar lag das Kalenderjahr 2024 noch im negativen Bereich (Gesamtindex: -2,1 %; Gewerbe: -5,4 %; Wohnen: -1,4 %), doch das erste Quartal 2025 weist erstmals wieder flächendeckend positive Wachstumsraten auf. Über alle Immobilien-Assetklassen hinweg legten die Kapitalwerte gegenüber dem Vorjahresquartal zu – sowohl Wohnen (+3,3 %) als auch Gewerbe (+2,3 %).

Begleitet wird diese Entwicklung von einer weiterhin verhaltenen, aber anziehenden Transaktionstätigkeit: Das institutionelle Transaktionsvolumen erreichte im ersten Quartal 2025 rund 6,7 Mrd. Euro, was gemessen an den Vorquartalen einen vorsichtigen Aufwärtstrend darstellt – jedoch noch weit entfernt vom langfristigen Durchschnitt ist.

„Die weitere Zinssenkung am kurzen Ende durch die EZB ist ein positives Signal – doch die anhaltende Stabilität der langfristigen Zinsen ist für Immobilieninvestoren von noch größerer Bedeutung.“

Maximilian Radert, LL.M., EMBA
Head of Product Development & Research

Schlussbetrachtung & Ausblick

Der Wohnimmobilienmarkt 2025 bewegt sich im Spannungsfeld zwischen psychologisch bedingter Zurückhaltung und sich verbessernden fundamentalen Rahmenbedingungen. Zwar wirken vergangene Verluste und Verunsicherungen weiterhin hemmend – doch die zunehmende Angebotsknappheit, die Stabilisierung der Zinsen und die ersten positiven Preisimpulse lassen darauf schließen, dass die Marktdynamik sukzessive zurückkehrt.

Gleichzeitig bleibt der Transaktionsmarkt – trotz erkennbarer Belebung – unter dem langjährigen Durchschnitt. Dies unterstreicht, dass eine flächendeckende Marktwende aktuell noch nicht gegeben ist. Vielmehr ist von einem phasenweisen Re-Entry auszugehen.

Für Investoren bedeutet dies: Der Zeitpunkt für eine strategische Neupositionierung im Marktumfeld verbessert sich, erfordert jedoch weiterhin hohe Disziplin in der Objekt- und Standortauswahl. In einem Umfeld, das sich zunehmend durch Knappheit und Preisstabilisierung definiert, werden mikroökonomische Faktoren, Assetqualität und mittelfristige Nachfrageperspektiven zu entscheidenden Selektionskriterien.

Das Narrativ eines „Buy in May“ lässt sich somit nicht als pauschaler Marktruf interpretieren – wohl aber als Hinweis auf eine beginnende Normalisierung unter veränderten Vorzeichen. Für gut informierte Investoren mit langfristigem Horizont ergeben sich daraus gezielte Einstiegsmöglichkeiten in einem sich neu justierenden Wohninvestmentmarkt.

Puzzle der Megatrends: Welche Trends bewegen die Immobilienwelt?

Immobilien im Spannungsfeld globaler Megatrends – eine strategische Vermessung wirtschaftlicher, politischer und regulatorischer Treiber

Wachstumsgrenzen, Kapitalverknappung, Klimaziele, Demografie, Digitalisierung – die immobilienwirtschaftliche Realität ist längst nicht mehr eindimensional. Vielmehr gleicht sie einem Puzzletableau aus globalen Megatrends, die sich wechselseitig überlagern, verstärken oder konterkarieren. Diese Entwicklungen wirken sowohl auf Cashflows als auch auf Kapitalkosten – und lassen sich nicht ignorieren. Im Gegenteil: Sie erfordern präzise Auseinandersetzung, strategische Verortung und unternehmerische Reaktionsfähigkeit.

Im Rahmen des Webinars „Puzzle der Megatrends“ am 9. Mai 2025 haben sich Prof. Dr. Thomas Beyerle (Biberach University of Applied Sciences) und Maximilian Radert, LL.M., EMBA (KINGSTONE Real Estate) einer Live-Priorisierung durch das teilnehmende Fachpublikum gestellt. Die Puzzleteile – strukturiert in drei Rubriken – wurden per interaktiver Abstimmung gewichtet und diskutiert. Die Videoaufzeichnung des Webinars ist über diesen Artikel abrufbar. In der folgenden Auswahl werden bewusst jene Themen aufgegriffen, die zwar hohe Relevanz im Teilnehmer-Voting erreichten, im Live-Format jedoch nicht vertieft werden konnten.

„Demografischer Wandel, Urbanisierung und Klimaziele sind keine Konjunkturphänomene – sie sind strukturelle Treiber, die die Wohnraumnachfrage in der kommenden Dekade prägen wird.“

Prof. Dr. Thomas Beyerle
Professor für Immobilienwirtschaft, Immobilienresearch, Biberach University of Applied Sciences

Erste Rubrik – Makrotrends: „America First – und was bleibt für Europa?“

Die Rückkehr protektionistischer Handels- und Industriepolitik in den USA markiert eine strategische Zäsur. Unter einem potenziellen zweiten Trump-Mandat drohen Zölle, Subventionsregime und geopolitisch motivierte Lieferkettenumbrüche – mit weitreichenden Rückwirkungen auf Europa. Laut ifo-Institut könnte das deutsche BIP um bis zu 0,5% sinken, während die Eurozone zwischen 0,5% und 1,1% an Exportleistung verliert. Die deutsche Automobilindustrie wäre mit geschätzten Mehrkosten von 6 Mrd. Euro jährlich besonders betroffen.

Der Ökonom Joseph Stiglitz spricht von einem selbstverschuldeten Schock, der Inflation treibt, Investitionen hemmt und strukturelle Schwächen verdeckt: „Diese Jobs kommen nicht zurück. Und wenn doch, dann machen sie Roboter.“ Die Geschichte zeigt: Von den US-Zollschüben im 19. Jahrhundert bis zum Smoot-Hawley-Tarif 1930 waren protektionistische Phasen ökonomisch destruktiv. Der IWF dokumentiert eine starke Zunahme handelsbeschränkender Maßnahmen seit 2018 – zuletzt mit erneuter Eskalation. Europa steht vor der Herausforderung, wirtschaftliche Resilienz nicht über Autarkie, sondern über gezielte Offenheit, Technologietiefe und Kapitalallokation zu definieren.

 

Zweite Rubrik – Marktmechanismen: „Preise, Politik, Perspektiven – Europas Wohnungsmärkte im Vergleich“

Die Wohnungs- und Mietmärkte Europas sind zunehmend von regulatorischer Heterogenität geprägt – mit realwirtschaftlichen Implikationen. Deutschland, Frankreich und Spanien regulieren über Mietpreisbremsen, Grunderwerbsteuern und steuerlich flankierte Förderlogiken. Demgegenüber stehen liberale Modelle wie in Polen, Irland oder Estland, wo die Mietpreisentwicklung nahezu vollständig dem Markt überlassen ist. Polen rückt dabei zunehmend in den Fokus – nicht nur wegen günstiger Fundamentaldaten, sondern auch dank einer schlanken Regulatorik.

Schweden markiert das obere Ende regulatorischer Dichte mit Punktesystemen und kollektiv verhandelten Mieten. Die Niederlande zeigen ein hybrides Bild: Das untere Mietsegment ist stark reguliert, während das mittlere und gehobene Marktsegment weitgehend frei ist. Diese divergierenden Rahmenbedingungen schaffen nicht nur Preisunterschiede, sondern auch strukturelle Divergenzen in der Kapitalallokation. Für Investoren bedeutet das: Marktanalyse muss heute nicht nur ökonomisch, sondern auch juristisch und politisch fundiert erfolgen.

Dritte Rubrik – Immobilien-Assetklassen: „Der Zielkonflikt zwischen Klimaschutz und Bezahlbarkeit“

Die politisch gesetzten Ziele zur Dekarbonisierung des Gebäudebestands geraten in Konflikt mit der Realität des Marktes – insbesondere im Wohnungsbau. Während Deutschland auf ambitionierte Neubau- und Sanierungsstandards setzt, übersteigen die Baukosten in vielen Regionen bereits die Wirtschaftlichkeitsschwelle. Verglichen mit Frankreich oder Polen liegt das deutsche Neubaupreisniveau deutlich höher – mit spürbaren Auswirkungen auf das Wohnraumangebot.

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) beziffert den jährlichen Neubaubedarf auf rund 320.000 Wohnungen. Haupttreiber ist der demografische Wandel: Bis 2030 wird die Zahl der Haushalte laut BBSR um 1,3 % auf 42,6 Mio. Haushalte steigen.
Zwar wurde die Sanierungspflicht aus der EU-Gebäuderichtlinie vorerst entschärft, doch die strukturelle Herausforderung bleibt: Wie lassen sich ökologische Zielpfade mit sozial verträglichen Mieten in Einklang bringen?

Die Balance zwischen Klimazielen und leistbarem Wohnen wird zur strategischen Herausforderung für Investoren. Entscheidend ist die Unterscheidung der Standards: Energieeffizienzklassen orientieren sich am Endenergieverbrauch – direkt spürbar für Haushalte. Effizienzhausstandards hingegen erfassen den Primärenergiebedarf – entscheidend für Förderprogramme und ESG-Ratings. Zwischen beiden liegt ein Bewertungsraum, der künftig Preise, Förderlogiken und Investitionsentscheidungen maßgeblich prägen wird.

Die neue Bundesregierung setzt mit ihrem 500-Milliarden-Infrastrukturfonds ein starkes Signal: Der Wohnungsbau soll wieder Investitionsmotor werden – ökologisch, sozial und bezahlbar. Die KfW bündelt ihre Programme auf Sanierung und Neubau, und es ist absehbar, dass ein erheblicher Teil in die Dekarbonisierung des Wohnimmobilienmarkts fließt.

Schlussbetrachtung & Ausblick

Das Puzzletableau der Megatrends zeigt sich komplexer denn je. Geopolitische Disruptionen, fragmentierte Regulierungslandschaften und strukturelle Zielkonflikte fordern die Immobilienwirtschaft an mehreren Fronten heraus. Die Zeiten klarer Marktmechanismen sind vorbei; wer heute Kapital allokiert, muss nicht nur ökonomische Fundamentaldaten lesen, sondern regulatorische Signale deuten und geopolitische Szenarien in seine Bewertung integrieren.

Gleichzeitig eröffnen sich neue Chancen: Wer die Dynamik von Inflation, Energie, Technologie und Demografie nicht als exogene Risiken, sondern als endogene Werttreiber versteht, kann strategisch davon profitieren.

Das Webinar „Macro Matters – Puzzle der Megatrends“ war ein erster Schritt, diesem multidimensionalen Wirkungsgefüge Struktur zu geben. Die Resonanz zeigt: Das Bedürfnis nach Einordnung, Priorisierung und gemeinsamer Orientierung ist groß.
Am 13. Juni 2025 wird die Reihe fortgesetzt – mit Prof. Dr. Tobias Just FRICS (IREBS) unter dem Titel: „Städte unter Anpassungsdruck – Zurück zur Dichte, zur Mischung, zum Wohnen?“ Ein Thema, das den nächsten zentralen Megatrend adressiert – urbanen Wandel.

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Über KINGSTONE Real Estate

KINGSTONE Real Estate ist ein institutioneller, eigentümergeführter Immobilieninvestmentmanager und bietet eine Bandbreite an Produkten und Anlagestrategien in den Märkten Deutschland und Zentraleuropa, welche das ganze Renditespektrum von Core bis Opportunistisch abdecken. Unser Fokus liegt hierbei auf ESG-Produkten in den Bereichen Wohnen, Büro und Gesundheit. Darüber hinaus können wir auch Investmentlösungen im Bereich Real Estate Debt anbieten.

Mehr Informationen unter: www.kingstone-re.com

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KINGSTONE Real Estate ernennt Benedikt Gabor zum Beiratsvorsitzenden, Martin Führlein wird als stellv. Vorsitzender in den Beirat berufen

  • Benedikt Gabor, Abteilungsdirektor Immobilien bei der Nordrheinische Ärzteversorgung, übernimmt die Funktion des Beiratsvorsitzenden von Dr. Eckart John von Freyend
  • Pegasus Capital Partners CEO Martin Führlein wird stellvertretender Vorsitzender des Beirats

 

München, den 04. März 2025 – Die in München ansässige KINGSTONE Real Estate (KRE) besetzt den Vorsitz ihres 2019 gegründeten Beirats neu: Benedikt Gabor, Abteilungsdirektor Immobilien bei der Nordrheinische Ärzteversorgung und seit 2023 stellvertretender Vorsitzender des KRE Beirats, übernimmt den Vorsitz von Dr. Eckart John von Freyend, der planmäßig aus dem Beirat ausscheidet. Ihm folgt als stellvertretender Vorsitzender Martin Führlein, CEO von Pegasus Capital Partners, der neu in den Beirat berufen wurde. Das Gremium steht KRE beratend und unterstützend zur Seite.

Benedikt Gabor verantwortet im Gremium zu seiner Funktion als Vorsitzender weiterhin das Segment der deutschen institutionellen Investoren. Durch seine aktuellen und ehemaligen Positionen u.a. als Mitglied des Fachbeirats des FondsForums, Fachleiter Immobilien und Beteiligungen für die Deutsche Rückversicherung AG und für den Verband öffentlicher Versicherer, als Senior Portfolio Manager bei der Catella Real Estate AG und ehemaliger Vice President bei der Deutschen Immobilien Leasing GmbH, verfügt er über eine weitreichende Expertise und ein umfangreiches Netzwerk.

Als seinen Stellvertreter konnte KINGSTONE Real Estate Martin Führlein gewinnen. Führlein bringt seine langjährige Erfahrung als Kapitalmarktexperte in sein neues Amt ein. Neben seiner Haupttätigkeit als CEO von Pegasus Capital Partners ist er u.a. Mitglied des Aufsichtsrats der PSD Bank Nürnberg eG und ehemaliger Vorstand der GRR AG sowie Geschäftsführer der GRR Real Estate Management.

Dr. Tim Schomberg, Gründer und Managing Partner bei KINGSTONE Real Estate, sagt: „Benedikt Gabor ist schon seit 2019 Teil unseres Beirats. Wir schätzen den vertrauensvollen Austausch insbesondere im Hinblick auf die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung von KINGSTONE Real Estate sehr und freuen uns, dass er nun auf Dr. Eckart John von Freyend als Beiratsvorsitzender folgt. Dr. Eckart John von Freyend sind wir für die tolle Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren zu großem Dank verpflichtet. Darüber hinaus konnten wir unseren Beirat mit Martin Führlein um einen ausgewiesenen und hervorragend vernetzten Immobilienexperten ergänzen.“

Weitere Beiratsmitglieder sind Andreas von Buttlar, CEO & Founder von Spinone Equity, Prof. Dr. Kerstin Hennig, Professor Real Estate Management sowie Institutsleitung FS Real Estate Institute bei der Frankfurt School of Finance & Management, und Philipp Wehle, ehemaliges Vorstandsmitglied International Wealth Management und CFO Global Wealth Management der Credit Suisse.

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Über KINGSTONE Real Estate

KINGSTONE Real Estate ist ein institutioneller, eigentümergeführter Immobilieninvestmentmanager und bietet eine Bandbreite an Produkten und Anlagestrategien in den Märkten Deutschland und Zentraleuropa, welche das ganze Renditespektrum von Core bis Opportunistisch abdecken. Unser Fokus liegt hierbei auf ESG-Produkten in den Bereichen Wohnen, Büro und Gesundheit. Darüber hinaus können wir auch Investmentlösungen im Bereich Real Estate Debt anbieten.

Mehr Informationen unter: www.kingstone-re.com

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Gastbeitrag: Energetisch Sanieren – Welche Faktoren beeinflussen den Immobilienwert?

Gastbeitrag von Daniel Törteli und Julian Balster, Törteli Immobilienbewertungs GmbH

Das Wichtigste im Überblick

  • Energetische Sanierungen steigern die Energieeffizienz von Wohngebäuden, z. B. durch Dachdämmung oder Wärmepumpen.
  • Hohe Investitionen reduzieren langfristig den Energieverbrauch.
  • Sanierungen erhöhen den Immobilienwert und ermöglichen höhere Miet- und Kaufpreise.
  • Planung durch Energieberater, Umsetzung durch Fachleute.
  • Förderprogramme machen Sanierungen besonders attraktiv.

Energetische Sanierung: Definition und Relevanz

Energetische Sanierung umfasst Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden, etwa durch Dämmung oder moderne Heizsysteme. Ziel ist die Senkung des Energieverbrauchs, Kosteneinsparungen und die Wertsteigerung der Immobilie.

Während Neubauten strengen Standards folgen, besteht für Altbauten kein genereller Sanierungszwang, außer in Einzelfällen. Förderprogramme und gesetzliche Vorgaben schaffen Anreize für freiwillige Maßnahmen. Gebäude verursachen etwa ein Drittel des Energieverbrauchs in Deutschland – mehr als der Verkehrssektor – was Sanierungen zu einem zentralen Hebel für Klimaschutz macht.

Erfolgreiche Sanierungen erfordern ganzheitliche Planung. Einzelmaßnahmen wie Fensteraustausch ohne Dämmung können Probleme wie Schimmel verursachen. Eine abgestimmte Strategie maximiert Effizienz und vermeidet Risiken.

Energetische Maßnahmen und ihre Wirkung auf den Immobilienwert

Energetische Maßnahmen senken den Energieverbrauch, verbessern die Umweltbilanz und steigern den Marktwert von Immobilien. Zu den zentralen Maßnahmen zählen:

  • Außenwanddämmung: Reduziert Wärmeverluste, schützt vor Feuchtigkeit, senkt Heizkosten und erhöht den Wohnkomfort sowie die Attraktivität der Immobilie.
  • Dachdämmung: Verhindert Wärmeverluste nach oben, verbessert die Energieeffizienz und wertet das Gebäude durch besseren Gesamtzustand auf.
  • Moderne Heiztechnik: Effiziente Systeme wie Brennwertheizungen oder Wärmepumpen senken Energiekosten und steigern die Nachfrage bei Käufern und Mietern.
  • Fensteraustausch: Neue, isolierte Fenster minimieren Wärmeverluste, erhöhen den Wohnkomfort und sind ein Plus für den Immobilienmarkt.
  • Kellerdämmung: Verhindert Kältebrücken von unten, schützt die Bausubstanz und steigert die Energieeffizienz.
  • Solarthermieanlagen: Nutzen Sonnenenergie zur Warmwasserbereitung, reduzieren den Bedarf an fossilen Energien und erhöhen die Attraktivität für umweltbewusste Käufer.
  • Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung: Verbessern Luftqualität und Raumklima, senken Energieverluste und vermeiden Feuchtigkeitsschäden.

Jede Maßnahme trägt individuell zur Wertsteigerung bei, entfaltet jedoch durch ein abgestimmtes Gesamtkonzept maximale Wirkung.

Lohnt sich die energetische Sanierung?

Energetische Sanierungen senken Energiekosten, steigern die Wohnqualität und erhöhen den Immobilienwert. Die Investition amortisiert sich meist innerhalb weniger Jahre und verbessert sowohl die Attraktivität auf dem Markt als auch die langfristige Rentabilität.

  • Finanzielle Vorteile: Niedrigere Energiekosten und höhere Verkaufspreise machen energetisch sanierte Immobilien attraktiver. Bei Vermietung erzielen sie oft bessere Mietkonditionen.
  • Wartung und Modernisierung: Der Austausch alter Fenster oder Heizsysteme bietet eine ideale Gelegenheit für energetische Verbesserungen, die oft gesetzlich gefordert und durch technische Innovationen erleichtert werden.
  • Wohnkomfort: Gut gedämmte Gebäude mit modernen Lüftungssystemen bieten konstante Temperaturen, bessere Luftqualität und Schutz vor Schimmel – ein Plus für das Wohlbefinden.
  • Marktwert: Eine energieeffiziente Sanierung kann den Immobilienwert um bis zu 25 % steigern, was sie zu einer zukunftssicheren Investition macht.

Zusammenfassend profitieren Eigentümer von geringeren Kosten, höherem Komfort und einem gesteigerten Marktwert – sowohl kurz- als auch langfristig eine lohnende Maßnahme.

Wann amortisiert sich eine energetische Sanierung?

Die Zeit, bis sich eine energetische Sanierung rechnet, hängt davon ab, wie viel Energie das Gebäude vor der Sanierung verbraucht hat, welche Maßnahmen umgesetzt werden und wie sich die Energiepreise entwickeln. Maßnahmen, die hohe Energieverluste verringern, wie eine Dach- oder Fassadendämmung, amortisieren sich oft schneller.

  • Beispiele für Amortisationszeiten:
    • Fassadendämmung: 4–10 Jahre bei schlecht gedämmten Wänden (vor 1977), 9–22 Jahre bei Wänden ab 1977.
    • Dachbodendämmung: 2–5 Jahre bei unbegehbaren Decken, 6–15 Jahre bei begehbaren Decken.
    • Kellerdämmung: Im Schnitt 6–13 Jahre, je nach Ausgangszustand.
    • Flachdachdämmung: 5–13 Jahre, abhängig vom energetischen Zustand vor der Sanierung.
  • Herausforderungen
    • Hohe Kosten: Knappes Material und steigende Handwerkerpreise erhöhen die Investitionen.
    • Wartezeiten: Fachkräftemangel führt oft zu Verzögerungen.
    • Planung: Unkoordinierte Maßnahmen können Probleme wie Schimmel verursachen.
    • Bürokratie: Förderanträge sind zeitaufwendig, bieten aber finanzielle Unterstützung.
  • Vorteile
    • Geringere Energiekosten: Einsparungen machen sich langfristig bezahlt.
    • Mehr Wohnkomfort: Dämmung und moderne Lüftungssysteme schaffen ein angenehmeres Raumklima.
    • Wertsteigerung: Energieeffiziente Immobilien lassen sich besser verkaufen oder vermieten.
    • Nachhaltigkeit: Weniger Energieverbrauch reduziert CO₂-Emissionen und schont die Umwelt.

Mit einer guten Planung und den richtigen Maßnahmen lohnt sich die energetische Sanierung sowohl finanziell als auch für den Wohnkomfort und die Umwelt.

Wann ist eine energetische Sanierung sinnvoll?

Energetische Sanierungen lohnen sich in mehreren Situationen, abhängig von Energieverbrauch, Gebäudestandards und individuellen Zielen.

  • Hoher Energieverbrauch und steigende Kosten: Wenn das Gebäude energetisch veraltet ist, bieten Sanierungen große Einsparpotenziale. Eine Überprüfung lohnt sich etwa alle 20 Jahre oder bei stark gestiegenen Energiepreisen.
  • Wertsteigerung: Energieeffiziente Maßnahmen erhöhen den Marktwert der Immobilie – ein wichtiger Aspekt für Vermietung oder Verkauf.
  • Gesetzliche Anforderungen: Verordnungen wie das Gebäudeenergiegesetz (GEG) 2020 schreiben energetische Maßnahmen vor. Dazu zählen die Dämmung schlecht isolierter Dächer (Baujahr vor 2002) oder der Austausch von Öl- und Gasheizungen nach 30 Jahren Nutzungsdauer.

Darüber hinaus steigern Sanierungen nicht nur den finanziellen Nutzen, sondern auch den Wohnkomfort und die Nachhaltigkeit. Eine professionelle Energieberatung hilft, individuell sinnvolle Maßnahmen zu planen, auch wenn keine gesetzlichen Vorgaben bestehen. Energetische Sanierungen sind eine langfristige Investition, die Kosten senkt, den Wert der Immobilie steigert und einen Beitrag zum Klimaschutz leistet.

Planung und Umsetzung einer energetischen Sanierung

Energetische Sanierungen erfordern Fachwissen und eine durchdachte Planung. Energieberater ermitteln den Sanierungsbedarf, identifizieren Schwachstellen wie veraltete Heizungen und erstellen einen individuellen Sanierungsfahrplan, der auch gesetzliche Vorgaben berücksichtigt. Zugelassene Energieberater (z. B. BAFA) ermöglichen zudem den Zugang zu staatlichen Fördermitteln.

Schritte zur Umsetzung:

  • Fördermittel beantragen: Nutzen Sie Förderdarlehen der KfW und Investitionszuschüsse des BAFA, um die Sanierung finanzierbar zu machen.
  • Handwerker auswählen: Entscheiden Sie zwischen Komplettanbietern und einzelnen Handwerkern. Holen Sie mehrere Angebote ein, um Kosten und Leistungen zu vergleichen.
  • Sanierung durchführen: Arbeiten sollten aufeinander abgestimmt und konsequent umgesetzt werden, um maximale Effizienz zu erzielen.
  • Abnahme und Prüfung: Nach Abschluss erklärt der Energieberater die Maßnahmen, prüft die Standards und meldet diese zur Auszahlung der Fördergelder.

Eine durchdachte Planung spart Kosten, vermeidet Fehler und maximiert die Einsparpotenziale.

Welche Dienstleister helfen bei einer energetischen Sanierung?

Für eine erfolgreiche energetische Sanierung arbeiten verschiedene Fachleute zusammen:

  • Energieberater: Analysieren Einsparpotenziale und erstellen den Sanierungsfahrplan.
  • Architekten: Übernehmen die Planung und Koordination des Bauvorhabens.
  • Ingenieure: Planen die technischen Details der Maßnahmen.
  • Handwerksbetriebe: Setzen die Baumaßnahmen um.
  • Bauleiter: Koordinieren und überwachen die Umsetzung.
  • Sanierungsunternehmen: Bieten Komplettlösungen, die Planung und Ausführung bündeln.

BAFA-zertifizierte Energieberater sichern zusätzlich den Zugang zu staatlichen Förderungen.

Energetische Sanierung finanzieren: Fördermöglichkeiten im Überblick

Viele Hausbesitzer entscheiden sich aus wirtschaftlichen Gründen für eine energetische Sanierung. Die Maßnahmen führen nicht nur zu Einsparungen bei Strom und Gas, sondern erhöhen auch die Attraktivität der Immobilie, was höhere Miet- und Verkaufspreise ermöglicht. Zudem unterstützt der Staat Sanierungen finanziell, um die Energieeffizienz von Gebäuden zu steigern und CO₂-Emissionen zu reduzieren.

  • Förderung durch die KfW: Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zinsgünstige Kredite bis zu 150.000 Euro. Zusätzlich erhalten Bauherren Tilgungszuschüsse von bis zu 25 %, was maximal 37.500 Euro entspricht. Diese höchste Förderung gilt für Umbauten zu einem Effizienzhaus 40 EE, das nur 40 % der Energie eines vergleichbaren Referenzhauses verbraucht. Förderberechtigt sind Wohngebäude ab einem Alter von fünf Jahren.
  • Förderung durch das BAFA: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unterstützt gezielt Einzelmaßnahmen wie den Einbau von Wärmepumpen, der mit 25 % der Kosten gefördert wird. Auch die Kosten für einen Energieberater, der den Sanierungsbedarf ermittelt und den Förderantrag stellt, werden zu 80 % übernommen.

Wichtig ist, dass der Antrag auf Förderung immer vor Beginn der Sanierungsmaßnahmen gestellt wird. So profitieren Hausbesitzer nicht nur von langfristigen Einsparungen, sondern auch von finanzieller Unterstützung, die die Investition attraktiver und besser kalkulierbar macht. 

Steuerliche Anreize für energieeffiziente Modernisierungen

Hausbesitzer, die eine energetische Sanierung an ihrer selbst genutzten Immobilie durchführen, können attraktive Steuervorteile nutzen. Voraussetzung ist, dass die Immobilie mindestens zehn Jahre alt ist, die Arbeiten von einer Fachfirma durchgeführt werden und die Rechnungen korrekt aufgeschlüsselt sind.

Über die Einkommenssteuererklärung lassen sich 20 Prozent der Sanierungskosten, verteilt auf drei Jahre, steuerlich absetzen – bis zu einer Maximalsumme von 40.000 Euro pro Wohnobjekt. Zusätzlich können 50 Prozent der Kosten für die Planung und energetische Baubegleitung abgesetzt werden.

Es lohnt sich, steuerliche Vorteile mit KfW- und BAFA-Förderungen zu kombinieren. Beispielsweise können Sie für den Fenstertausch eine Steuererleichterung nutzen und gleichzeitig für den Einbau einer Wärmepumpe eine BAFA-Förderung beantragen. So lassen sich die finanziellen Vorteile optimal ausschöpfen.

Schlussbetrachtung: Warum sich energetische Sanierungen auszahlen

Die Energiewende und steigende Energiepreise betreffen alle. Immobilienbesitzer können durch energetische Sanierungen ihren Energieverbrauch senken, Betriebskosten reduzieren und den Immobilienwert steigern. Mit einem klaren Plan und der Unterstützung von Fachleuten lassen sich die Maßnahmen effektiv umsetzen, Schäden vermeiden und Fördermittel von KfW, BAFA oder dem Finanzamt optimal nutzen. Eine gut geplante Sanierung zahlt sich aus – durch niedrigere Energiekosten, höhere Miet- und Verkaufspreise sowie langfristige Wertsteigerung der Immobilie.

 

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Über KINGSTONE Real Estate

KINGSTONE Real Estate ist ein institutioneller, eigentümergeführter Immobilieninvestmentmanager und bietet eine Bandbreite an Produkten und Anlagestrategien in den Märkten Deutschland und Zentraleuropa, welche das ganze Renditespektrum von Core bis Opportunistisch abdecken. Unser Fokus liegt hierbei auf ESG-Produkten in den Bereichen Wohnen, Büro und Gesundheit. Darüber hinaus können wir auch Investmentlösungen im Bereich Real Estate Debt anbieten.

Mehr Informationen unter: www.kingstone-re.com

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